Sprachschulen sind Orte, wo Menschen aus der ganzen Welt zusammenkommen, um gemeinsam eine Sprache zu lernen. Dies erfordert ein gewisses Mass an Toleranz und Offenheit gegenüber anderen Nationen. Dafür bekommt man die Möglichkeit seinen Horizont zu erweitern und fremde Kulturen, Sitten und Bräuche kennen zu lernen. Man sammelt Erfahrungen im multinationalen Zusammenleben und kann internationale Kontakte knüpfen.

Obwohl die Studenten aus der ganzen Welt kommen, kann es bei einigen Schulen zu starken Konzentrationen einzelner Nationalitäten kommen. Dies hat verschiedene Gründe: Einerseits leben die Schulen von der Weiterempfehlung «Ehemaliger» und je zufriedener diese sind, desto eher können Sie andere Menschen aus Ihrem Umfeld dafür begeistern. Ausserdem hat jede Sprachschule ihre Märkte, die Sie unterschiedlich intensiv bearbeitet. Weiter können geografische Umstände einen grossen Einfluss auf den Nationalitätenmix einer Sprachschule haben. So hat es beispielsweise auf Hawaii, an der Westküste Nordamerikas (USA & Kanada) sowie in Australien und Neuseeland in der Regel überdurchschnittlich viele Asiaten.

Es gibt einige Destinationen und Schulen, wo der Anteil an deutschsprachigen Studenten sehr hoch sein kann. Ausserdem muss man in Kursen für Fortgeschrittene oder in Diplom-Vorbereitungskursen damit rechnen, dass es viele Landsleute in der Klasse hat. Dies liegt zum einen an der guten sprachlichen Vorbildung, die Mitteleuropäer mitbringen (Abitur, Matura, Fachhochschulen oder Universitäten) und zum anderen daran, dass Sprachdiplome für das Europäische Bildungskonzept und den Arbeitsmarkt enorm wichtig sind. Ein hoher Anteil an Deutschsprachigen muss aber nicht unbedingt ein Nachteil sein: Man verfolgt dieselben Ziele und dadurch ist man sehr motiviert und das Lerntempo entsprechend hoch. Ausserdem haben die Lehrkräfte Erfahrung im Unterrichten von deutschsprachigen Studenten und kennen unsere spezifischen Bedürfnisse, Stärken und Schwächen.

Wer explizit nach eine Schule sucht, wo es wenig deutschsprachige Studenten hat, der geht das Risiko ein, an einer Schule mit überdurchschnittlich vielen Studenten aus asiatischen Ländern zu landen. Risiko, weil Asiaten aufgrund ihrer Sprache und Schrift ganz andere Voraussetzungen mitbringen und dementsprechend auch andere Ziele verfolgen, bzw. andere Lernbedürfnisse haben. Dies kann sich auf das eigene Lerntempo negativ auswirken. In der Regel ist es nicht empfehlenswert, die Wahl der Schule vom Nationalitätenmix abhängig zum machen. Destination, Kursangebot und Qualität sind wichtigere Faktoren.